10 Gedanken zu “noch vor vier jahren

  1. Was war denn vor vier Jahren? Da war 2010. Und was war da? Da hast Du auf einer Schreibmaschine getippt. Gedacht. Geträumt. Gedichtet. Und geschrieben. Es ist geblieben. Das, was aus der Maschine kam, das, was in die Maschine kam. Das, was die Maschine gemacht hat aus dem, was Du gedacht hast. Was ist aus den beiden, rauchenden, schüchternen Menschen geworden? Haben sie sich gefunden? Ich lese hier eine wohlige, weiche Atmosphäre. Vielleicht haben die beiden ja zusammen das Glück gesucht und gefunden?

    • der schnee legt sich auf die dinge, die stadt, und alles verliert an konturen, schärfe…auch die spuren irgendwann. die maschine steht noch auf meinen tisch, sie wartet auf mich, auf die kurzen besuche, die ich ihr abstatte. und die menschen, natürlich haben sie das glück gesucht, wer sucht es nicht, aber ob sie es gefunden haben, wer weiss das schon, und auch, wenn man das glück findet, was dann…dannach?

      • was wünschst du dir denn vom glück? vielleicht das, was sich die meisten menschen wünschen: dass es bleibt. aber das glück ist wechselhaft, es kommt und geht, und kommt wieder und geht wieder. das glück, es ist lebendig, so lebendig, wie sprache, es ist so lebendig, wie die phantasie. es ist wechselhaft. der schnee legt sich auf die dinge, er legt sich auf die herzen, vielleicht. vielleicht schmilzt er auch, sonnenbeschienen, vom glück. denn das glück mag die liebe, denkst du nicht? die beiden sind ein paar, insgeheim. vielleicht. der sommer kommt, der sommer geht. die hoffnung kommt und bleibt. und vielleicht bleibt auch das glück, wenn du dich bewegst, denn das glück mag bewegung. wenn du es versuchst zu halten, das glück, dann entflieht es dir, so heißt es. also bewege dich mit dem glück,als wäre es eine schöne melodie des lebens. „if you don’t become the ocean, you’ll be seasick every day“ (leonard cohen).

        • ich habe die erfahrung gemacht, dass man glück meistens erst retrospektiv wahrnimmt (da und da war ich glücklich). es ist selten so, dass man in einem moment sagt, jetzt bin ich glücklich, meistens nimmt man das gar nicht wahr, vorallem weil man glücklich ist, und nicht darüber nachdenkt. ich glaube das ist wichtig, sein gespür so auszurichten, dass man das glück in dem ensprechenden moment auch, wahrnimmt. vielleicht ist das, eines der grossen geheimnise um mit jemanden gemeinsam glücklich zu sien und zu bleiben…

          • doch, ich kenne das gefühl, das da ist, wenn das glück da ist, genieße. lache. seufze. und das kenne ich auch: manchmal kommt es erst später. aber dies ist dann doch etwas anderes, als das unmittelbare fühlen, so empfinde ich es. es ist eine art des sich bewusstwerdens: ich war / bin glücklich. da und da. mit dem und dem (wenigen / vielen / mit dem einen menschen / mit dieser entscheidung / an diesem ort / in diesem / jenem moment).

  2. Ich bin gerade auf deine Seite gestolpert und mir gefällts hier. Sag mal, gibt es eine Webseite, auf der man wie auf einer Schreibmaschine tippt? Also eben mir Fehlern, die stehenbleiben oder sind jene Seiten so von dir eingescannt? Ich frage nur, weil ich solch eine Seite wirklich toll finden würde. Endlich mal bleiben die Fehler erhalten, die so menschlich sind…

    • hallo ben. die seiten sind tatsächlich auf meiner alten olympia getippt und dann eingescannt worden. naja, menschliche fehler gibt es im netz genug, wer weiss vielleicht gibt es ja sowas schon irgendwo..?

      • Wenn nicht, dann fehlt da noch was im endlos großen Internet 😉 ich hab ja selbst ne Schreibmaschine und tippe immer wieder gern auf ihr, aber des nachts, wenn ich meistens schreibe, da weckt die leider das ganze Haus auf und da wäre ne Alternative echt praktisch.

          • Na das Geräusch muss schon sein, aber nicht ganz soooo laut 😉 ich hab ja ne mechanische und da muss man notgedrungen in die Tasten hauen und das klappert schon gewaltig. Hab schon überlegt, ob ich mir nicht mal ne IBM mit Kugelkopf kaufe. Die macht das Geräusch, aber nicht so arg…

            Hm…meine Nachbarn…wir kommen so gut miteinander aus…nur der über mir, der hätte eigentlich mal so eine nächtliche Schreibattacke verdient, aber wie bekomme ich meine Schreibmaschine an die Decke??? 😉

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