gestern heute unterwegs

 

warum suchen wir immer nach ähnlichkeiten im gegenüber? etwas woran wir uns festhalten können, festkrallen mit den blossen fingern. die welt vibriert, kollabiert bei 180 kilometer pro stunde. anthrazit die spiegelungen in den scheiben, monochrome flächen, stoff: materie. durst: warme getränke: 2.90, kalte: 2.80; happy hour: eine geisterstunde des glücks. in meiner tasche: das samtene weißbuch. du schreibst: wenn wir zusammen sind, wandere ich durch deinen körper wie gift, mit 180 stundenkilometer. ich sei karmin, gelagert in holzfässern; gereiftes arsen.

 

grau/blau uniformierte momente. weißer marmor fliesst vorbei; bäume aus harz, zahlen und namen ineinander verschoben…nichts woran man sich festhalten könnte, wie ein gesicht, das man aus dem augenwinkel sieht und sofort wieder vergisst. wir neigen uns um 90 grad; der horizont, der äquator: die grenze der gegenwart.

 

wir brechen die zeit wie ein brot, mit den blossen fingern…